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Dokumentenmanagement-Software-Vergleich: So finden Sie Ihr DMS

[fa icon="calendar"] 09.06.2016 09:21:55 / by Birgit Werthebach

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Um sicher zu gehen, dass Sie genau das Dokumentenmanagement-System bekommen, das Sie brauchen, sollte vor dem Kauf auf jeden Fall ein Dokumentenmanagement-Software-Vergleich stehen. Nun ist gerade bei Software die Gefahr groß, Äpfel mit Birnen zu vergleichen oder im Dschungel der vielen Produktvorteile die eigenen Bedürfnisse aus den Augen zu verlieren. Deswegen sollte ein Dokumentenmanagement-Software-Vergleich niemals der erste Schritt bei der Auswahl eines DMS sein. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann der richtige Zeitpunkt ist, was Sie vergleichen sollten und wie Sie dabei am besten vorgehen. 
 
Stellen Sie sich vor, Sie brauchen ein neues Auto. Würden Sie da einfach den Marktführer im gewünschten Segment kaufen und blind darauf vertrauen, dass Ihre Erwartungen zu 100 Prozent erfüllt werden? Sicherlich nicht, oder? Beim Kauf von Software tun viele Unternehmen aber komischerweise genau das. Mit dem wenig überraschenden Ergebnis, dass die mit großem Aufwand eingeführte Software im Nachhinein gar nicht zu den eigenen Prozessen passt oder im schlimmsten Fall sogar von den Benutzern verweigert wird, weil sie viel Arbeit macht, aber der Nutzen nicht erkannt wird. Vor einem Dokumentenmanagement-Software-Vergleich sollte also immer eine Analyse der eigenen Bedürfnisse stehen.
 

Der richtige Zeitpunkt für einen Dokumentenmanagement-Software-Vergleich

Ein Vergleich von Dokumentenmanagement-Software macht erst dann Sinn, wenn Sie sich darüber im Klaren sind, was das DMS in Ihrem Unternehmen leisten soll. Am besten erstellen Sie einen detaillierten Anforderungskatalog. In dieser Phase sollten Sie auch die Mitarbeiter ins Boot holen, die später mit der Software arbeiten sollen. So stellen Sie von Anfang an sicher, dass das DMS später auch akzeptiert wird.
 

Mit folgenden und ähnlichen Fragen können Sie Ihre Anforderungen eingrenzen:

  • Wo im Unternehmen soll Dokumentenmanagement eingesetzt werden? 
  • Welche Prozesse möchten Sie verbessern bzw. welche Arbeitsschritte soll das DMS den Mitarbeitern abnehmen?
  • Brauchen Sie "nur" ein digitales Archiv oder möchten Sie auch Abläufe automatisieren?
  • Sollen die Mitarbeiter mobil oder auch standortübergreifend auf die Daten im DMS zugreifen können?
  • Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Externen - werden aktuell noch große Datenmengen per E-Mail hin- und hergeschickt? 
 
Halten wir also fest: Der erste Schritt bei der Auswahl eines Dokumentenmanagement-Systems ist die Analyse der eigenen Bedürfnisse. Denn erst wenn Sie wissen, was Sie wollen, können Sie auch eine Aussage darüber treffen, welche Software in der Lage ist, Ihre Anforderungen zu erfüllen.
 

Dokumentenmanagement-Software-Vergleich: Wie gehe ich vor? Was wird verglichen? 

Sie haben Ihre Anforderungen analysiert und schriftlich fixiert. Falls noch nicht geschehen, gewichten Sie jetzt alle Punkte in Ihrem Pflichtenheft. Welche Funktionen muss das DMS auf jeden Fall haben? Welche Kernaufgaben soll es bewältigen können? Was ist "nice to have"?Priorisieren Sie auch nach zeitlichen Kriterien: Welche Features brauchen Sie sofort? Was kann bis zum zweiten oder dritten Schritt warten? 
 
Ist das geschehen, haben Sie eine perfekte Grundlage für Ihren Dokumentenmanagement-Software-Vergleich geschaffen. Ihre Prioritäten sind klar und die sollten Sie auch in dieser Reihenfolge abprüfen.
  1. Funktionen, die Ihnen jetzt besonders wichtig sind
  2. Funktionen, die Ihnen sehr wichtig sind, aber später eingeführt werden können
  3. Funktionen, die jetzt "nice to have" wären
  4. Funktionen, die "nice to have" wären, aber frühestens zu einem späteren Zeitpunkt relevant werden

Achten Sie auch darauf, wie flexibel das System ist. Lässt es sich problemlos erweitern und an spätere Bedürfnisse anpassen? Wie geht das System mit veränderten Anforderungen um? Weil niemand in die Zukunft schauen kann, sollten Sie sicherstellen, dass das DMS Ihrer Wahl auch in einigen Jahren noch mit der Entwicklung Ihres Unternehmens Schritt halten kann.

 

Noch ein letzter Tipp: Lassen Sie sich die Software im Betrieb zeigen

Screenshots sind gut und schön, Powerpoint-Präsentationen auch, aber beides gibt bestenfalls eine erste Orientierung über Optik und Funktionalität eines DMS. Wie komfortabel die Arbeit mit der Dokumentenmanagement-Software wirklich ist, zeigt erst die Live-Demo mit einem funktionierenden Demo-System. Achten Sie dabei darauf, wie intuitiv sich die Software bedienen lässt. Sind die Oberflächen klar und aufgeräumt? Kommen Sie mit wenigen Klicks von A nach B? Müssen sich die Mitarbeiter umgewöhnen oder finden sie gewohnte Elemente?

Und last but not least: Fragen Sie auch Ihr Bauchgefühl. Macht es Ihnen Spaß, mit dem System zu arbeiten? Was war Ihr erster Eindruck bei der Demo? Geht der eher in Richtung "Mann, ist das kompliziert" oder haben Sie öfter mal "Oh, das ist ja einfach" gedacht? Als Faustformel bei der Einführung einer neuen Software gilt: Einfach ist immer besser als kompliziert, denn der Schulungsaufwand, bis wirklich der letzte Mitarbeiter einen komplizierten Arbeitsablauf verstanden hat, ist nicht zu unterschätzen.

 

Fazit: Ein Dokumentenmanagement-Software-Vergleich ist kein Hexenwerk, wenn Sie wissen, was Sie wollen, Ihre Anforderungen priorisiert abprüfen und das System im laufenden Betrieb kennenlernen.

Weitere Beiträge, die Ihnen bei der Auswahl des richtigen Dokumentenmanagement-System helfen können:

 

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Themen: Dokumentenmanagement




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