Dokumentenmanagement Blog

Der evolutionäre Prozess zum selbstführenden Unternehmen

[fa icon="calendar"] 04.04.2018 10:30:00 / by Stefan Röcker

Road Trip sign with road background

Vor rund einem dreiviertel Jahr haben wir uns auf den Weg begeben, eine selbstführende Organisation zu werden. Das nahm ich zum Anlass, zurückzublicken und mich und meine Kolleg*innen zu fragen: Was hat sich seither verändert? Für mich kann ich sagen, im Alltag erstaunlich wenig. Vielmehr ist mir bewusst geworden, dass vieles, was wir vorher bereits so gemacht haben, mittlerweile eine Bezeichnung trägt und in meinem Bewusstsein eine solide Basis hat, auf der ich mich sicherer bewege als zuvor. Und freilich hat sich trotzdem einiges verändert, unser Bewerbungsprozess, die Entscheidungsfindung und nicht zuletzt auch der Umgang miteinander – die Unternehmenskultur.



Eine Neuerung aus dem Prozess zur selbstführenden Organisation ist unser »agora forum«. In dieser alle 14 Tage stattfindenden Zusammenkunft aller Mitarbeiter*innen von agorum® besprechen wir allgemeine Dinge, geben und erhalten Impulse oder unternehmen gemeinsam etwas. Bei einem unserer letzten Treffen unterhielten wir uns darüber, was sich in den letzten Monaten getan hat.

Entscheidend ist, dass es keine falschen Entscheidungen gibt

Einen ganz großen Vorteil sehen die meisten darin, dass wir auf Grund der Tatsache, dass jede Person eigene Entscheidungen treffen darf, oft sehr direkt und damit auch deutlich schneller entscheiden. Woraus resultiert, dass die Person auch Entscheidungen trifft, hinter der sie zu 100 Prozent steht. Falsche Entscheidungen kann es in unserem Rahmen nicht geben, denn wenn sich eine Entscheidung im Nachhinein nicht als die beste herausstellt, sehen wir das nicht als das, was landläufig als Fehler bezeichnet wird, sondern als Möglichkeit, etwas Neues daraus zu lernen. Diese neue Fehlerkultur ermöglicht uns allen, Dinge zu tun, die wir uns vorher so nicht getraut haben. Denn alle wissen, dass niemandem der Kopf abgerissen wird, wenn mal etwas »falsch« lief – nein, wir überlegen uns dann gemeinsam, was wir daraus lernen und zukünftig besser machen können. Nicht ohne Grund lautet unser Firmenmotto: Heute besser als gestern, morgen besser als heute.

Dieser Umgang mit Fehlern hilft – einhergehend mit der faktischen Abschaffung aller Hierarchiestufen – enorm dabei, sich als ein Teil des Ganzen zu sehen und auf Augenhöhe miteinander zu arbeiten. Diese Freiheit sorgt dafür, dass wir uns auf die Vorgänge fokussieren, die wirklich wichtig sind und uns nicht mit politischen Nebenkriegsschauplätzen beschäftigen müssen, um irgendeinen persönlichen Status zu erhalten. Wir alle sind nicht lediglich die ausführenden Äffchen, die tun, was man ihnen sagt, sondern gestalten aktiv mit, treffen unsere eigenen Entscheidungen und können die Menschen sein, die wir wirklich sind.

 

Be yourself is all that you can do - ich darf so sein, wie ich bin

Jede Person bringt ihre persönlichen Stärken mit ein und ist dabei nicht auf eine bestimmte Rolle festgelegt. Klassische Stellenbeschreibungen gibt es bei uns faktisch so nicht mehr, sondern wir setzen die Menschen nach ihren Stärken da ein, wo sie am besten sind. Teams stellen wir so zusammen, dass sich die Mitglieder optimal ergänzen, um die gestellten Aufgaben und Herausforderungen zu erfüllen.

Im Gegensatz zu hierarchischen, statischen Strukturen, macht so zu arbeiten, wie wir es tun, viel mehr Spaß und ist wesentlich effizienter, agiler und flexibler. Attribute, die uns helfen, die wachsende Komplexität zu meistern und für die Zukunft gerüstet zu sein. Kurzfristigen Veränderungen stehen wir gelassen gegenüber, denn wir wissen, dass wir darauf sehr schnell und flexibel reagieren können.

 

Offenheit und Transparenz führt zu maximaler Passung

Um die richtigen Menschen zu finden, die gut zu uns passen, haben wir gemeinsam im Team einen Prozess entwickelt, der es uns und unseren Bewerber*innen erlaubt, uns gegenseitig intensiv zu beschnuppern und uns intensiv kennenzulernen. Denn wir möchten mit maximaler Transparenz und Offenheit erreichen, dass wir und unsere potentiellen Mitarbeiter*innen sich so sicher wie möglich sind, dass wir gut zusammenpassen und langfristig gut miteinander zusammen arbeiten. Ganz im Sinne dieser Offenheit ist dieser Prozess für alle ersichtlich ausführlich beschrieben: Bewerbungsprozess bei agorum®

Wir befinden uns auf einem spannenden Weg, der uns schon ein ganzes Stück vorangebracht hat. Wie sich das alles noch weiterentwickelt? Ich bin gespannt und werde hier an dieser Stelle berichten!

 

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Themen: Reinventing agorum




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