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Verantwortlichkeit als Prinzip – auch im DMS

[fa icon="calendar"] 28.03.2018 10:44:10 / by Matthias Ernst

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Den schwarzen Peter herumzuschieben liegt in der menschlichen Natur. „Ich kriege das Paper heute nicht fertig, das Produktmanagement muss noch Input liefern.“ „Wie soll ich Input liefern, wenn ich gar nicht weiß, was das Paper erreichen soll?“ Solche Situation sind ärgerlich. Aber: Gib nicht dem Spieler die Schuld, sondern dem Spiel. Wenn Menschen miteinander Ziele erreichen wollen, sollte das System von vornherein so eingerichtet werden, dass sich so ein Szenario gar nicht erst ergibt. Mit einem konsequent umgesetzten Verantwortlichkeitsprinzip lässt sich das erreichen.

 

Institutionalisierte Unklarheit

Wir kennen es seit dem Gruppenreferat in der Schule: Ein Team soll ein gemeinsames Ziel erreichen, und am Tag der Abgabefrist kommt das böse Erwachen. Jeder hat sich darauf verlassen, dass die anderen schon liefern werden. Aber am Ende hat niemand einen Finger gerührt. Oder es gibt den einen Pflichtbewussten im Team, der auf eigene Faust den Löwenanteil der Arbeit stemmt, für den das „Team“ dann die Lorbeeren einsackt. Schlimm genug, dass das in der Schule passiert. Noch schlimmer ist, dass viele von uns dasselbe in der Arbeitswelt weiter erleben – wo das Herumschieben von Verantwortung oft geradezu institutionalisiert ist.

„Die Chefin wird das schon steuern, ich hab da ja gar nicht die Befugnisse und die Übersicht.“ „Der Kollege hat da mehr Fachwissen, ich halte mich da mal zurück.“ „Wenn ich da jetzt vorpresche und was schief läuft, bin ich der Gelackmeierte, besser die Füße still halten.“ Das führt nicht nur zu lähmender Untätigkeit. Oft noch verheerender ist, dass so unvorteilhafte Entwicklungen durch Unterlassung ungehindert sprießen. Wer sich fragt, wie manche Skandale bei großen Unternehmen zustande kommen konnten, findet hier die Antwort. Bezeichnend ist, dass in solchen Fällen immer nach jemanden gesucht wird, der die Verantwortung trägt. Ein Schuldiger muss her, der dann symbolträchtig bestraft wird. Der Geschäftsführer muss den Hut nehmen, dem Abteilungsleiter wird gekündigt. Und dann geht es genauso weiter, nur mit anderem Personal.


Kollektives Arbeiten erfordert individuelle Verantwortlichkeit

Keine Frage, es ist gut, Verantwortung zu übernehmen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Besser ist, Verantwortlichkeit klar zu definieren, bevor es überhaupt dazu kommt. Es hört sich vielleicht auf den ersten Blick beängstigend an: Für jede Aufgabe gibt es einen verantwortlichen Ansprechpartner. Und das ist nicht zwangsweise der hierarchisch am höchsten Stehende, sondern der Bestqualifizierte oder jemand mit freien Kapazitäten. Er übernimmt natürlich nicht alle einzelnen Arbeitsschritte. Aber er sorgt dafür, dass alle Teammitglieder ihren Beitrag leisten. Wenn er erkennt, dass das im vorgegebenen Zeit- oder Budgetrahmen nicht möglich ist, thematisiert er das. Und er sucht nach Lösungen. Wenn ein Beteiligter nicht liefert, hakt er nach. Keine Ausreden, kein Abschieben – er verantwortet das Gelingen des Projekts.

Angst muss davor aber niemand haben, tatsächlich sorgt so eine klar geregelte Verantwortlichkeit für eine beruhigende Klarheit bei allen Beteiligten. Jedes Boot braucht schließlich einen Steuermann. Angst muss man nur haben, wenn niemand am Steuer sitzt. Auf diesem Prinzip basiert auch agorum®. Sowohl unser Unternehmen als auch unser Produkt, das DMS agorum® core. Im Organisationstool Smart Organisation wird zum Beispiel immer für jedes Projekt, jeden Vorgang, jede Aufgabe ein Verantwortlicher eingetragen. Nicht mehr und nicht weniger. Das Tool gibt dem Verantwortlichen die Möglichkeit, die anstehende Aufgabe in einzelne Schritte zu unterteilen. So kann er diese Schritte priorisieren, mit einem Termin versehen und an andere Beteiligte delegieren. Natürlich dann auch wieder mit einem klar geregelten Verantwortlichen. Denn kollektives Arbeiten erfordert immer individuelle Verantwortlichkeit.


Fazit:

Ungeregelte Verantwortlichkeit führt zum selben Ergebnis wie ein Boot ohne Steuermann. Alle sehen den Eisberg kommen, aber niemand greift ein, weil es die anderen schon richten werden. Leider befinden sich weite Teile der Arbeitswelt noch in diesem Stadium. agorum® zeigt, dass es anders besser geht.

 

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Themen: Agil arbeiten, Smart Organisation




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