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Sachziele statt Umsatzziele – der evolutionäre Sinn

[fa icon="calendar"] 13.06.2018 10:39:00 / by Matthias Ernst

Stop Dreaming Start Doing. Motivational Quote Hand Drawn on Chalkboard on Working Table Background. Blurred Background. Toned Image.

Umsatzziele. Wachstumsziele. Wettbewerbs- und Marktanalysen. Langzeitstrategien. Es gehört zum guten Ton in Unternehmen, die Zukunft genauestens zu planen. Natürlich mit „harten“ Zahlen und Fakten. Denn darauf kommt’s ja an. Oder? Auch hier bricht die evolutionäre Organisation mit etablierten Gewohnheiten. Ihre Mitglieder konzentrieren sich auf den Zweck, den die Organisation verfolgt, nicht das Geld, das sie verdienen oder die Marktanteile, die sie erobern. Statt die Zukunft zu planen, gestalten sie die Gegenwart. Ein revolutionäres Umdenken? Nein, nur konsequent evolutionär. So sieht es der evolutionäre Sinn vor, die dritte Säule der evolutionären Organisation.

 

In der neuen Denkweise wollen wir Geld verdienen, ohne zu wissen, wie wir es tun. Im Gegensatz zur alten Denkweise, in der wir Geld verlieren, und genau wissen, wie wir es verlieren.“ Frederic Laloux meinte damit: Bisher haben wir uns darauf konzentriert, möglichst viel Geld zu verdienen, und damit ironischerweise viel Zeit und Geld verschwendet. Denn zukünftige Marktentwicklung (und sei es auch nur kurzfristig) lässt sich nun mal nicht vorhersagen. Das Gegenmodell heißt nicht: Geld verdienen ist uns wurscht. Jedes Unternehmen muss Geld verdienen, damit es fortbestehen und seine Mitarbeiter bezahlen kann.

Wachstum Wollen führt nicht zu Wachstum

Die Frage ist vielmehr, worauf wir uns in erster Linie konzentrieren. Zeit und Nerven für Planungen verwenden, die eine immer ungewisse Zukunft betreffen? Oder im Hier und Jetzt stets das Bestmögliche tun, um das Angebot des Unternehmens auf die Anforderungen der Gegenwart hin weiterzuentwickeln? Für diese letztere Option spricht: Wer zu jedem Zeitpunkt das beste Angebot macht und damit überzeugt, verdient quasi automatisch auch viel Geld und wächst als Unternehmen. Wachstum zu wollen und bis ins Detail zu planen reicht eben noch nicht aus. Warum sich also überhaupt erst darauf versteifen?

 

Agile Märkte fordern Agiles Handeln

Es wird viel über die „VUCA-Welt“ (Volatile/unbeständig, Uncertain/ungewiss, Complex/vielschichtig und Ambiguous/mehrdeutig) gesprochen, in der wir uns heute befinden. Aus gutem Grund. Noch nie waren die Märkte so schnelllebig und unbeständig wie heute. Und in dieser Situation sollen die alten Kontroll- und Strategiemethoden weiterführen? Wie denn bitte? Und warum überhaupt? Weil es sich so schön sicher und altbekannt anfühlt? Und beim Management gut ankommt? Statt Planen und Wollen und Abzielen könnte man ja auch einfach: Machen. Natürlich nicht irgendwas und irgendwie.

 

Einfach mal Machen

Wenn Menschen zusammen einen Zweck verfolgen, haben sie ja in der Regel ein Verständnis davon. Und gemäß diesem Verständnis gilt dann: einfach mal machen. Dazu gehört natürlich ein Gespür dafür, ob das Machen Erfolg hat. Ob es die gerade anstehenden Probleme löst. Dazu gehört, sich Rat einzuholen. Und schnell auf neue Entwicklungen zu reagieren. Das Gute an der evolutionären Organisation ist, dass sie mit der Selbstführung und der Ganzheit die Verantwortlichkeit für und Identifikation mit der Sache schafft – die Voraussetzung, dass dieses System auch funktionieren kann. Es basiert auf dem Vertrauen, dass jeder Beteiligte das Beste für das Unternehmen leistet.

 

Die Sache zählt.

Ist das der Fall, hat das agile Machen gegenüber dem strategischen Planen einen massiven Vorteil: Es erlaubt genau dieses flexible und zeitnahe Reagieren, das in der VUCA-Welt nötig geworden ist. Und es verhindert, dass Mitarbeiter gegenüber pathetisch vorgetragenen Mission Statements die Augen verdrehen. Stattdessen gibt es ihnen das Gefühl, an einem wertvollen, gemeinsam geteilten Zweck zu arbeiten. Und das stets so, wie die Sachlage es vorgibt, nicht der aufgezwungene Businessplan aus Abteilungen, die mit der Sache selbst beinahe nichts zu tun haben.

Ja, es funktioniert

Wir bei agorum® haben keine Umsatz- oder Wachstumsziele. Wir haben ein Angebot: das Open Source DMS agorum® core. Und das machen wir jeden Tag ein Stück besser. Nicht basierend auf einer Langzeitstrategie, sondern beruhend auf dem Feedback unserer Kunden und Partner sowie unserer eigenen Nutzererfahrung. Jeder von uns identifiziert sich mit diesem Angebot, weil wir es alle auf Augenhöhe mitgestalten. Es ist unser Produkt. Und die Umstellung auf die evolutionäre Organisation und das Verzichten auf Umsatzziele hat unserem Umsatz nicht geschadet. Sowas von im Gegenteil... Und wir sind nur ein Beispiel.

 

Interessiert daran, eine Sache voranzutreiben statt Umsatzzielen hinterherzulaufen? Vielleicht interessieren Sie sich für eine evolutionäre Organisation, ohne es zu wissen. Wir haben übrigens noch Stellen frei... 

 

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Themen: Reinventing agorum, Agil arbeiten




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